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Optimale Biogasgewinnung mit Rübensubstrat
Zuckerrüben sind ein hervorragendes Substrat für die Biogaserzeugung, insbesondere im Einsatz in maisbasierten Biogasanlagen. Sie sind schnell vergärbar, haben einen höheren Gasertrag je Hektar Anbaufläche im Vergleich zum Energiemais, fördern den Zersetzungs- und Gasbildungsprozess des Energiemaises und reduzieren die Verweildauer im Fermenter. Weiterhin reduziert sich der Trockensubstanzgehalt im Fermenter, das den Eigenstromverbrauch für das Rühren im Fermenter reduziert.

Stromleistung unterschiedlicher Substrate* je t FM und oTS in kwh

* Substrate, die in der Göblinghoff Biogas GmbH eingesetzt worden sind (Stand: Mai 2010)
Erfahrungen
Mehr als 30 Biogasanlagen haben während der Kennenlernaktion 2010 in Schleswig-Holstein Nordzucker-Rübensubstrat getestet. Die Untersuchungen dazu werden erst Mitte 2011 abgeschlossen sein. Erste Ergebnisse zeigen, dass eine Tonne Rübensubstrat etwa die gleiche Menge Silomais ersetzt. Weiterhin reduziert sich der Trockensubstanzgehalt im Fermenter deutlich, so dass weniger Energie zum Rühren des Fermenters eingesetzt werden muss.
Rübenbrocken
Rübenbrocken - zerkleinerte Rüben in Streichholzschachtelgröße - können einfach über den Feststoffeintrag in den Fermenter eingetragen werden. Die Rübenbrocken werden als stapelbar eingestuft und erfüllen somit die Voraussetzung für den Technologie-/Trockenfermentationsbonus. Verwendet werden sollten die Rübenbrocken innerhalb einer Woche nach Herstellung und werden von Nordzucker während der laufenden Zuckerrübenkampagne von September bis Januar angeboten.
Einsatz schwerpunktmäßig in BGA
mit Technologie-/Trockenfermentationsbonus

Flüssigrüben
Flüssigrüben sind zu Brei verarbeitet. Sie haben eine größere Oberfläche und sind sehr reaktionsfreudig. Rübenbrei muss „mit Händchen“ dosiert werden, da es wie Dynamit im Fermenter wirkt.
Die Lagerung der Flüssigrüben kann in einem Hochsilo oder einem Erdbecken erfolgen. Biogasanlagen, die Flüssigrüben verwenden möchten, benötigen ein eigenes Lager.
Nach etwa 3 bis 5 Tagen setzt der Silierungsprozess ein. Innerhalb von 10 bis 14 Tagen ist die Flüssigrübe siliert und ist mit einem pH-Wert von etwa 3,5 recht lagerstabil. Flüssigrüben lassen sich direkt in den Fermenter pumpen.




