03. Januar 2012
Wirtschaftsstrafkammer lehnt Eröffnung der Hauptverhandlung gegen ehemalige Aufsichtsratsmitglieder ab
Nordzucker AG begrüßt Entscheidung
Einer Pressemitteilung des Landgerichts Braunschweig vom 3. Januar 2012 zufolge hat die Wirtschaftsstrafkammer den Antrag der Staatsanwaltschaft vom Oktober des vergangenen Jahres abgelehnt, gegen zwei ehemalige Aufsichtsratsmitglieder eine Hauptverhandlung zu eröffnen. Das Unternehmen begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich.
Die Nordzucker AG sieht sich in Ihrer Haltung bestätigt, die sowohl anlässlich der Hauptversammlung am 7. Juli 2011 wie auch zuletzt in einer Pressemitteilung vom 11. Oktober 2011 ausführlich erläutert wurde: Die nur einen kleinen Teil betreffenden falschen Abrechnungen reichten bis in die Gründerjahre der Nordzucker AG zurück und betrafen im Grundsatz die Abrechnungspraxis für alle Aufsichtsrats-mitglieder; dies hätte während der letzten zehn Jahre von den Aufsichtsräten, Vorstandsmitgliedern, beratenden Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern erkannt werden müssen. Die Aufsichtsratmitglieder haben für alle abgerechneten Termine Leistungen für das Unternehmen erbracht; diese Leistungen dienten dem Unternehmensinteresse, wie auch das Landgericht Braunschweig in seiner Stellungnahme klarstellt.
Das Unternehmen sieht sich auch in seiner Vorgehensweise bestätigt, die genannten Vorgänge gemeinsam mit dem Aufsichtsrat frühzeitig aufzuarbeiten und die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen.
Das Landgericht Braunschweig hat heute mitgeteilt, kein Strafverfahren gegen die beiden ehemaligen Aufsichtsratsmitglieder der Nordzucker AG zu eröffnen: Da den Angeschuldigten „keine eigene Vermögensbetreuungspflicht gegenüber der Nordzucker AG zukomme“, stellten die von der Staatsanwaltschaft Braunschweig erhobenen Vorwürfe laut Wirtschaftsstrafkammer keine strafbare Untreuehandlung dar.
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Hintergrund:
Der Nordzucker Konzern mit Hauptsitz in Braunschweig ist Europas zweitgrößter Zuckerhersteller und produziert darüber hinaus Bioethanol sowie Futtermittel aus Zuckerrüben. Europaweit bilden 18 Produktions- und Raffinationsstätten technisch, logistisch und geographisch ein leistungsfähiges Fundament für den weiteren Erfolgskurs. Knapp 4.000 Mitarbeiter engagieren sich konzernweit für exzellente Produkte und Services.
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