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Zuckermarktordnung
Nordzucker hat bereits zum 31. Januar 2008 13,5 Prozent der deutschen Produktionsquote zurückgegeben. In Polen gab Nordzucker 13,5 Prozent zurück, in Ungarn 31,6 Prozent und in der Slowakei 10,5 Prozent. Die Rückgabe erfolgte gegen den Zahlungsanspruch auf Umstrukturierungsbeihilfe.
Die längste Rübenkampagne seit Bestehen der Nordzucker ging nach 139,02 Tagen, am 4.02.2008, im Werk Güstrow zu Ende. Damit einher ging die Schließung des Werks Güstrow.
Am 10.März kündigte der Vorstand der Matra Cukor die Einstellung der Zuckerproduktion aus Rüben an. Das letzte Werk der Matra Cukor in Ungarn, Werk Szerencs, wird geschlossen.
Seit Januar 2008 läuft am ehemaligen Zuckerfabrikstandort Groß Munzel eine Pilotanlage zur Erzeugung von Biogas. Ziel des Projekts, das sich bis Ende des Jahres in einer Versuchsphase befindet, ist es zu prüfen, ob sich Biogas aus Rüben und Rübenschnitzeln ganzjährig erzeugen lässt, um es anschließend als Biogas in das Gasnetz einzuspeisen.
An dem Projekt ist eine Tochtergesellschaft der E.ON Climate & Renewables GmbH beteiligt.
Die Melasse-Extraktion-Frellstedt stellt 2008 die Melasse-Entzuckerung in Frellstedt ein. Dies haben die beiden Gesellschafter Nordzucker und die Berliner Dr. Wolfgang Boettger-Gruppe beschlossen. Eine wirtschaftliche Produktion von Flüssigzucker aus Melasse ist dauerhaft nicht möglich.

Reformierte Zuckermarktordnung im zweiten Jahr.
Nordzucker gab mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 27.September 2007 die Zuckerproduktion in Güstrow auf. Nordzucker schließt das Werk Güstrow nach der Rübenkampagne 2007.
Matra Cukor hatte sich zur Rückgabe eines Drittels ihrer ungarischen Quote entschieden. Damit einher ging die Schließung des Werks Szolnok.
Am 25. Mai 2007 hat das Bundeskartellamt die Gründung der Eurosugar mit Sitz in Paris genehmigt. Die drei gleichberechtigten Partner Nordzucker, Braunschweig, Cristal Union, Paris und ED&F Man, London bündeln damit ihre europäischen Zuckervertriebsaktivitäten. Seit Oktober 2007 vermarktet das neu gegründete Unternehmen rund zwei Millionen Tonnen Zucker in der EU und beliefert Kunden in Europa.
Zusammen mit dem italienischen Unternehmen SFIR hat Eurosugar im Oktober 2007 das Joint-Venture ESI gegründet, um EU-Zucker und Importzucker in Mittel- und Süditalien zu vermarkten. Zudem besteht ein Joint-Venture mit Greencore plc zur Gründung von Sugarpartners für den Vertrieb in Irland.
Am 15.12.2007 wurde die Bioethanolanlage fuel 21 GmbH & Co. KG, eine 100-prozentige Nordzucker-Tochter, in Betrieb genommen. Es ist die erste Anlage in Deutschland, die Bioethanol ausschließlich auf Basis von Zuckerrüben herstellt. Jährlich werden nun rund 130.000 Kubikmeter Bioethanol in einer „Annexanlage“ im Verbund mit der Zuckerfabrik Klein Wanzleben produziert.
Zur Rohstoffversorgung wurden drei Tanks a 160 Kubikmeter Fassungsvermögen in Wanzleben und Nordstemmen zur Kampagne 2007 erstellt.

Konzentration auf Markt und Kernprozesse
Am 30. Juni endet die bisherige Quotenregelung der Zuckermarktordnung.
Die Öffnung für LDC (Least Developed Countries) und AKP (Asien, Karibik, Pazifik) Länder führt zur Verschärfung des Zuckermarkts. Durch die neue Quotenregelung verliert Nordzucker 200.000 Tonnen Zucker, die Rübenanbaufläche wird um 15 bis 20 Prozent reduziert.
Nordzucker kauft 72.000 Tonnen zusätzliche Quote beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Schließungen:
Die Arbeiten der InnoSweet GmbH werden eingestellt.
Das genehmigte Kapital von 2002 bis 2007 beträgt 50,9 Millionen Euro.
Eurosugar
Zusammen mit den Partnern Cristal Union (Paris) und ED&F Man (London) beantragt Nordzucker bei der Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission die Gründung einer internationalen Vertriebsgesellschaft.
Stärkung der europäischen Marktstellung
Nordzucker hält 51 Prozent an dem Joint Venture mit der Serbischen MKC-Gruppe, die eine jährliche EU-Importquote von 180.000 Tonnen Zucker besitzt.
Bau einer Bioethanolanlage in Klein Wanzleben
Damit eröffnet sich die Nordzucker ein neues Geschäftsfeld im Bereich nachwachsende Rohstoffe im Marktsegment Biotreibstoffe.

Deutscher Corporate Governance Kodex (CGC): International anerkannte Standards zur Führung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften, die auch nicht börsennotierten Aktiengesellschaften empfohlen werden und mehr Kontrolle und Transparenz garantieren sollen.
Nordzucker verpflichtet sich, nach dem CGK zu handeln und ihre Geschäftsprozesse und aktuellen Kennzahlen regelmäßig nach dem IFRS (International Financial Reporting Standards) zu veröffentlichen.
Im Rahmen einer Kapitalerhöhung werden Aktien im Wert von 20,6 Millionen Euro gezeichnet. Das genehmigte Kapital bis 2010 beträgt 32 Millionen Euro.
Die InnoSweet GmbH übernimmt die Aufgaben der InnoCenter GmbH
Aufhebung der Vinkulierung
Bei Beibehaltung einer bäuerlichen Mehrheit richtet sich das Unternehmen Schritt für Schritt auf externe Kapitalgeber aus.
Neue Produkte

Die Zucker-Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig, Uelzen überträgt ihr Vermögen auf die Nordzucker Holding AG
Die "Blaue Welt" der Nordzucker im internationalen Design. SweetFamily, eine EU-weit einheitliche Dachmarke der Nordzucker, präsentiert alle Haushaltszucker-Spezialitäten der Nordzucker nun auch in Ungarn, Polen und Tschechien im vertraut blauen Design.
Business Development
Die Nordzucker GmbH & Co. KG als Vertriebsgesellschaft und das Rechenzentrum Zucker werden in die Nordzucker AG integriert.
Strategische Neuausrichtung mit dem Schwerpunkt auf das Kerngeschäft "Zucker"
Nordzucker trennt sich von der esparma GmbH in Osterweddingen.
Das Institut für Technologie der Kohlenhydrate - Zuckerinstitut - e.V. wird in die InnoCenter GmbH umgewandelt und soll die Nordzucker durch Entwicklung neuer Produkte und Verfahren beim Ausbau im Bereich "Kompetenz in Süße" und alternativer Süßungsmittel unterstützen. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Unterstützung der Landwirte zum Thema "Nachwachsende Rohstoffe".
InnoSweet GmbH
Nordzucker bündelt darin ihre Aktivitäten im Bereich innovative Süßungsmittel wie Polyolen oder künstliche Süßstoffe und Spezialzucker für Lebensmittel. Damit stellt sich die Nordzucker AG rechtzeitig auf die neuen Ernährungstrends Functional Food und Wellness ein und nutzt Synergien zum Stammgeschäft.
Produktneuheiten:
Europa
EU-Beitritt von Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Damit gilt die ZMO auch für diese Länder.
Ungarn
Im Juli fusionieren die drei ungarischen Zuckergesellschaften (Matra Cukor, Szolnoki Cukorgyar und Szerencsi Cukorgyar) zur Matra Cukor, an der die NZAG eine Kapitalbeteiligung von 98,8 % hält.
Schließung: Hatvan
Slowakische Republik
Povazsky Cukor und Trnavsky Cukrovar a.s. werden zusammengeführt zur Povazsky Cukor a.s.
Schließung: Trnava

Rückkauf der ersten Direktbeteiligungsaktien
Nach Zustimmung des Kartellamtes übernimmt die Nordzucker AG die Union-Zucker Südhannover GmbH, Nordstemmen.
Schließung: Schleswig
Kompetenz in Süße
SweetGredients ist ein Joint Venture mit Arla Foods Ingredients amba, zur marktorientierten Weiterentwicklung des Kerngeschäfts und zur industriellen Produktion von Tagatose. Tagatose ist ein neuartiges Süßungsmittel aus Milchzucker, das kalorienarm ist und eine Reihe von funktionellen Eigenschaften besitzt, so dass es sich hervorragend für den Functional Food Bereich eignet. Zulassung in den USA.
Neue Produkte:
Aufstockung der Beteiligung an der französischen Syral S.A von 36 auf 50 %. Damit ist Nordzucker neben Union SDA (Tereos) ein gleichberechtigter Partner.
Kapitalerhöhung um 4,6 Millionen Euro
Tschechien
Schließung des Werks Melnik nach der Kampagne 2003
Polen
Letzte Kampagne im Werk Krasiniec
Neugründung der Gesellschaften:
Ungarn
Nordzucker kauft von der französischen Gesellschaft Béghin-Say drei ungarische Zuckerfabriken (mit insgesamt 140.000 Tonnen Zuckerquote)
Damit besitzt die NZAG 36 Prozent des ungarischen Zuckermarkts.
Slowakei
Nach der Übernahme der Geschäftsanteile der Union SDA an der slowakischen Povazsky Cukor erreicht Nordzucker einen Anteil von 96 Prozent an der Gesellschaft, die einen Marktanteil von 40 Prozent auf dem slowakischen Markt besitzt. Povazsky Cukor hält die Mehrheitsbeteiligung an Trnavsky Cukrovar A.S.

Polen
Schließung der Werke:
Tschechien
Fusion von TTD Dobrovice und PCS (Prazska cukerni spolecnost) zur Cukrovary TTD A.S., Dobrovice. Dazugehörige Werke:

Das Flüssigzuckerwerk in Lehrte wird nach Nordstemmen umgesetzt.
Die Zeitung "Akzente" wird ins Leben gerufen, um regelmäßig über die konzernweiten Aktivitäten zu berichten.
Gründung der Greenfox GmbH: Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte im Bereich Heimtierbedarf.
Filou, ein biologisches Katzenstreu aus Zuckerrübenschnitzeln wird in den Markt eingeführt.
Mit dem Motto "Zufriedenheit ist messbar" wird die erste Mitarbeiterbefragung gestartet.
Schließung: Baddeckenstedt

Anpassung der Organisationsstruktur
Integration der Mitarbeiter im Expansionskurs der Nordzucker AG; Beginn des Erfolgsprogramms mit einer Reihe von Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter. Hierzu gehört auch die Ideenbörse (seit 1. August), die es jedem Mitarbeiter möglich macht, Verbesserungsvorschläge einzureichen. Die besten werden prämiert und umgesetzt.
Nordzucker setzt auf:
Wachstumspotential im Bereich Süße
Mit dem Erwerb von 36 Prozent an SYRAL S.A., Marckolsheim, durch Übernahme der Beteiligungsanteile der Union SDA erweitert Nordzucker seine Produktpalette im Bereich natürliche Süße. Syral hat sich auf die Herstellung von Glucosesirupen aus Maisstärke und Hydrolysate spezialisiert und ist eine Ergänzung im Bereich Süße. Weitere Produkte sind Dextrose, Maltodextrin und Sorbit.
Erwerb der Firmengruppe Hübner/ Medopharm, Ehrenkirchen. Erweiterung im Bereich Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente aus Naturprodukten. Ideentransfer mit NPE.
Die esparma GmbH zieht nach Osterweddingen bei Magdeburg in einen Neubau um.
Die NZAG beteiligt sich mit 14 Prozent am Stammkapital der Union-Zucker Südhannover GmbH, Nordstemmen.
Polen
Gründung der Nordzucker Polska GmbH & Co. KG, eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft aller polnischen Zuckerfabriken mit Mehrheitsbeteiligung der NZAG, um das Vermarktungspotential der polnischen Zuckergesellschaften zu bündeln.
Nordzucker erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung von 91 Prozent an Cukrowina Wschowa S.A., Wschowa.
Mehrheitsanteile an den Zuckerfabriken in
Damit hält die NZAG ca. 10 Prozent des polnischen Zuckermarkts.

Aktionäre der Nordzucker AG machen Gebrauch von der Direktbeteiligung an der Nordzucker AG. Es werden 4.059 vinkulierte Aktien gezeichnet.
Schließung: Lehrte
Polen
Polen ist ein attraktiver Markt mit Wachstumspotenzial. Die Nordzucker erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an Cukrownia Opalenica S.A., Opalenica.

Diversifikation
Der Kauf von NPE Natur Pharma GmbH in Bielefeld ist eine Ergänzung im Pharmabereich. Die NPE entwickelt und vermarktet Pharmaprodukte sowie Nahrungs- und Genussmittel auf natürlicher Basis. Dazu zählen auch generische Arzneimittel im Gesundheitsmarkt.
Slowakische Republik
Im Rahmen der Erweiterung im Kerngeschäft erwirbt die Nordzucker AG eine 50-Prozent-Beteiligung zusammen mit Union SDA (Union des Sucreries et Distilleries Agricoles) an der slowakischen Gesellschaft WORD A.S., die eine Mehrheitsbeteiligung an drei Zuckerfabriken hält und größter slowakischer Zuckerproduzent ist
Standorte:
Damit hält die NZAG einen Anteil von 45 Prozent am slowakischen Zuckermarkt
Deutschland
Schließung: Königslutter

Die Geburtsstunde der Nordzucker AG. Die Nordzucker AG entsteht durch die Vermögensübertragung der Zucker Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig auf die Zucker Verbund Nord AG, die anschließend in Nordzucker AG umbenannt wird. Nordzucker ist damit der drittgrößte Zuckerproduzent in Europa.
Eigner der neuen Gesellschaft mit Sitz in Braunschweig sind sieben Zuckergesellschaften:
Mit dem Anspruch, den regionalen Charakter zu wahren und gleichzeitig die Kapitalstärke des neuen Unternehmens maximal zu stützen, entscheidet man sich wiederum für eine Holding-Struktur. Gegen Übertragung des Vermögens und des operativen Geschäfts gewährt die Nordzucker AG den Holdinggesellschaften Aktienanteile.
Die Nordzucker AG verarbeitet Zuckerrüben an elf Standorten in Deutschland:
Sie besitzt Beteiligungen an vier Werken in Tschechien, die von der Nordzucker International GmbH betreut werden.
Das Institut für Technologie der Kohlenhydrate - Zuckerinstitut - e.V., Braunschweig wird von der Nordzucker AG und Union-Zucker Südhannover GmbH als eigene Forschungseinrichtung übernommen.
Tschechien
Die NZAG erwirbt 36 Prozent an Prvni Ceská Cukerni, A.S., Hradec Králové, die mehrere Zuckerfabriken in Böhmen besitzt. Zusammen mit Union SDA hält Nordzucker AG 40 Prozent am tschechischen Zuckermarkt.

Die Nordzucker GmbH & Co KG führt die "Blaue Welt" in den Markt ein. Mit dem einheitlichen blauen Design werden alle Produkte der Nordzucker zum unverwechselbaren Markenzeichen.
Die Zuckerfabrik Nordkristall GmbH wird im März in Nordkristall GmbH umbenannt.
Die cff Calenberger Feinfrost GmbH & Co. KG in Barsinghausen, an der die ZVN mit 26 Prozent und einem Kommanditkapital von 16 Millionen DM beteiligt ist, wird geschlossen.
Zeitgleich wird die BKW Bio-Kraftwerk-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, an der die ZVN mit einem Kommanditkapital von 140 TDM beteiligt ist, liquidiert.
Die zukunftsorientierte Ausrichtung nach Osteuropa wird zum strategischen Schwerpunkt für die nächsten Jahre. Die ZAG International GmbH bündelt die Aktivitäten im Ausland und kümmert sich um Akquise und Beteiligungen in mittel- und osteuropäischen Staaten.
Tschechien
Die ZAG beteiligt sich im Rahmen eines Joint Ventures mit der französischen Union SDA (Union des Sucreries et Distilleries Agricoles) mit 33 Prozent an der tschechischen Zuckergesellschaft Cukrovar a Rafinerie Cukru Dobrovice TTD (Thurn und Taxis Dobrovice) A.S., Dobrovice, die eine Mehrheitsbeteiligung an der Prazská cukerni spolecnost, A.S., Cakovice besitzt.
Standorte:
Polen
Gründung der Concukro Sp.Z.o.o., später Polska Sp.Z.o.o., Posen. Sie vertritt die Interessen der Nordzucker AG in Polen, bereitet mögliche Beteiligungen vor und berät Landwirte im Rübenanbau.

Grünes Licht für die Fortsetzung der europäischen Zuckermarktordnung bis 2001.
15 Mitgliedstaaten gehören zur Europäischen Union, die mit 15,495 Millionen Tonnen produzierten Zucker höher liegt als im Vorjahr.
Die umweltbewusste Unternehmungsführung wächst. Die Unternehmen führen ein Umweltmanagementsystem ein und zählen zu den ersten in Deutschland, die sich nach EU-Umweltrichtlinien prüfen und zertifizieren lassen. Qualitätsmanagement, Umweltschutz und Arbeitssicherheit sind Bereiche eines integrativen Systems, das die hohen Standards der Zuckerherstellung garantiert und die aktive Unterstützung der Mitarbeiter fordert.

Die Ausbauarbeiten und Modernisierung des Werks Güstrow sind abgeschlossen.
Die ZVN nimmt das neu errichtete Werk in Klein Wanzleben in Betrieb.
Alle Werke von ZVN, ZAG und Union-Zucker werden auf Basis der internationalen Qualitätsmanagementstandards DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Die ZAG erhöht ihre Beteiligung an der Norddeutschen Zucker GmbH & Co. KG (Nordzucker) auf 36,1 Prozent. Neben dem Flüssigzuckerwerk in Lehrte (seit 1973 in Betrieb) betreibt die Nordzucker GmbH & Co KG nun ein weiteres in Groß Munzel.
Seit Juni erscheint regelmäßig das Mitarbeitermagazin "Schnitzelpresse" zur Stärkung der internen Kommunikation.
Parallel werden zur Verbesserung des Informationsflusses die Aktionärsbriefe eingeführt.
ZAG trennt sich vom operativen Geschäft der Moritz Eiskonfekt GmbH, Hamburg und der Karl-Ernst Becker OHG, Uelzen.
Schließung der Rübenannahmestellen in Groß Lafferde, Twülpstedt, Watenstedt
Schließung Schöppenstedt
Zukünftig werden die Rübentransporte von den Landwirten in so genannten "Maschinenringen" selbst organisiert. Die Anlieferung der Rüben per Bahn im Werk Uelzen wird eingestellt.

Fusion der Aktien-Zuckerfabrik Schöppenstedt und der Zuckerfabrik Königslutter-Twülpstedt Aktiengesellschaft sowie deren 100-igen Tochter der Elm-Asse Ballaststoff-Produktions- und Vertriebsgesellschaft (stellt Ballaststoffe aus der Rübe her) mit der Zuckeraktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig.
Die Zuckerfabrik Nordkristall GmbH entsteht aus der Verschmelzung der Zuckerfabriken Salzwedel, Wismar, Güstrow und Lübz. Das Werk Güstrow übernimmt die Verarbeitungs-Kapazitäten der übrigen Werke. Die ZAG verpflichtet sich zur Modernisierung und zum Ausbau des Werks in Güstrow.
Schließungen:
Baubeginn in Klein Wanzleben. Von 1992 bis 1994 erbaut die ZVN eine der modernsten Zuckerfabriken Europas mit einer Rübenverarbeitungskapazität von 10.000 Tonnen pro Tag.

Mit der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland kommt es zu einer Neustrukturierung der Zuckerindustrie der ehemaligen DDR.
Die Zuckeraktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig erwirbt die drei Zuckerfabriksgesellschaften Zuckerfabrik "Nordkristall" GmbH i. A. (Werk Güstrow), Zuckerfabrik Salzwedel GmbH i. A. und Zuckerfabrik Wismar GmbH i. A. von der Deutschen Ostzucker AG, Halle und übernimmt damit 13 Prozent der Zuckerquote der Zuckerfabriken der ehemaligen DDR.
Die Zuckerverbund Nord AG übernimmt drei Zuckergesellschaften (Börde GmbH in Klein Wanzleben, Haldensleben GmbH in Haldensleben und F.C. Achard GmbH in Genthin) mit sieben Zuckerfabriken, die innerhalb der nächsten drei Jahre stillgelegt werden:
Die Zuckerverbund Nord AG verpflichtet sich zum Bau eines neuen Werks im Rahmen der Restrukturierung der Zuckerindustrie Sachsen-Anhalts.
Die Amino GmbH, Frellstedt, an der die Norddeutsche Zucker GmbH & Co. KG, Uelzen zu 50 Prozent beteiligt ist, erwirbt die esparma Pharmazeutische Fabrik GmbH in Magdeburg im Juli 1991. Die esparma stellt Arzneimittel und Kosmetika her.

Fünf Zuckergesellschaften entscheiden sich zu einer Neuformation der Norddeutschen Zuckerindustrie und schließen sich durch Vermögensübertragung zur Zuckerverbund Nord Aktiengesellschaft (ZVN) zusammen. Es entsteht eine Holding-Struktur, bei der die beteiligten Gesellschaften Fallersleben-Meiner Zucker AG, Nordharzer Zucker AG, Hannover Zucker AG Lehrte, Schleswig Holsteinische Zucker AG und Zuckerfabrik Süderdithmarschen AG ihre ursprüngliche Mitbestimmung weitgehend behalten. Damit ist ein wichtiger Schritt zu einer gemeinsamen norddeutschen Zuckergesellschaft vollzogen.
Schließungen:
Gründung der Zuckerverbund Magdeburg GmbH (ZVM).
Die ZAG beteiligt sich mit 26 Prozent an der Ludwig Schokolade GmbH, Aachen.

Die Zucker-Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig übernimmt zum 1. Januar die Moritz Eiskonfekt GmbH in Hamburg.

Die Tochterfirma Handels- und Transport GmbH, Uelzen der Zucker-Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig übernimmt den Dauerbackwarenhersteller Karl-Ernst-Becker GmbH, Uelzen.
Die Hannover Zucker AG Lehrte entsteht aus der Hannoverschen Zucker AG Rethen-Weetzen und der Lehrter Zucker AG, die an den Standorten Rethen, Sehnde, Clauen, Lehrte, Groß Munzel Zuckerfabriken betreibt.
Schließungen:

Die Zuckerfabrik Uelzen AG fusioniert mit der Braunschweiger Zucker AG zur Zucker-Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig (ZAG) mit Sitz in Uelzen.

Die Gesellschaften Fallersleben-Salzdahlum AG und die Zuckerfabrik Papenteich zu Meine AG schließen sich zusammen zur Fallersleben-Meine Zucker AG.

Die Nordeutsche Zucker GmbH & Co. KG übernimmt 50-Prozent an der Amino GmbH und 50 Prozent an der Norddeutschen Zucker-Raffinerie GmbH, beide in Frellstedt.

Die Zuckerfabriken Weetzen und Rethen schließen sich zur Hannoverschen Zucker AG Rethen-Weetzen zusammen, die später in der Zuckerverbund Nord AG aufgeht.
Schließung: Weetzen 1985

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) einigen sich auf eine Quotenregelung für Zucker. Die Zuckermarktordnung (ZMO) reguliert für jedes Zucker produzierende Land die maximale Produktionsmenge mit garantiertem Absatzrecht und eingeschränkter Preisgarantie für Zucker
rüben und Zucker.
Am 12. September 1967 wird die gemeinsame Vertriebsgesellschaft Norddeutsche Zucker GmbH & Co. KG mit Sitz in Uelzen gegründet. Sie übernimmt die Vermarktung und den Verkauf der beteiligten Zucker produzierenden Gesellschaften.
Kommanditisten sind:
Die "Vereinigten Zuckerfabriken Hornburg-Schladen-Wendessen AG" sowie die Zuckerfabriken Baddeckenstedt und Othfresen verschmelzen zur Nordharzer Zucker Aktiengesellschaft, eine der Holdinggesellschaften der Nordzucker AG.
Schließungen:

Im Raum Hannover wird die Lehrter Zucker AG aus den Zuckerfabriken Lehrte, Algermissen, Clauen, Peine, Osterlinde, Dinklar, Sehnde und Groß Munzel gegründet.
Schließungen:

Mit dem Entschluss zur Braunschweiger Zucker-Aktiengesellschaft, Wierthe legen die Gesellschafter der Zuckerfabriken im Braunschweiger Raum einen entscheidenden Baustein für die spätere Nordzucker AG. Für die neue Gesellschaft entscheiden sich die Rohzuckerfabriken Eichthal, Broitzem, Vechelde und Wierthe und in den 1960er und 1970er Jahren die Zuckerfabriken Salzgitter Barum (1962), Groß Mahner (1971), Groß Lafferde (1972) und Bockenem (1977).
Im Anschluss an die Fusion werden folgende Fabriken geschlossen:

Die Zuckerfabriken Fallersleben und Salzdahlum fusionieren zur Fallersleben-Salzdahlum AG.
Schließung: Salzdahlum

Zusammenschluss der Zuckerfabriken Schladen, Hornburg und Wendessen zu einer gemeinsamen Gesellschaft, der Vereinigten Zuckerfabriken Hornburg-Schladen-Wendessen AG.
Schließung: Wendessen
Neugründung und Errichtung der nördlichsten Zuckerfabrik in Schleswig auf dem Gelände des ehemaligen Seefliegerhorstes.


Gestützt durch Napoleons Kontinentalsperre, die dafür sorgte, dass kein Rohrzucker importiert werden konnte, entwickelten sich die ersten Zuckerfabriken. Die eigentliche Gründerphase, auf die sich die Fabriken der Nordzucker AG berufen, begann in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts. 1838 wurde die Zuckerfabrik in KIein Wanzleben gegründet, die bis 1990 zu den ältesten Zuckerfabriken in Deutschland gehörte. Bis 1860 wurde das Herzogtum Braunschweig zum größten deutschen Rübenzuckerproduzenten außerhalb Preußens. Der Höhepunkt war 1891 mit 406 Unternehmen. Von diesem Zeitpunkt an setzte ein unmerklicher, dann immer stärkerer Konzentrationsprozess ein. Die Gründe waren in der Ausweitung des Bahnnetzes, in der kontinuierlichen Modernisierung der Fabriken und der steigenden Verarbeitungskapazität zu sehen. Während die Rübenanbaufläche zunahm, sank die Anzahl der Zuckerfabriken durch Fusionen und Stilllegungen. Die Inflations- und Kriegsjahre waren sowohl für die Rübenanbauer als auch für die Zuckerindustrie Jahre des Mangels und Überdauerns. Ab 1950 kam es vor allem durch die Teilung Deutschlands zur Neuordnung der Zuckerindustrie. Der Verdichtungsprozess und die Konzentration auf wenige Zuckergesellschaften bis hin zur Nordzucker AG in Norddeutschland halten an.
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