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Historie

Zeitstrahl

Gestützt durch Napoleons Kontinentalsperre, die dafür sorgte, dass kein Rohrzucker importiert werden konnte, entwickelten sich die ersten Zuckerfabriken. Die eigentliche Gründerphase, auf die sich die Fabriken der Nordzucker AG berufen, begann in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts. 1838 wurde die Zuckerfabrik in KIein Wanzleben gegründet, die bis 1990 zu den ältesten Zuckerfabriken in Deutschland gehörte. Bis 1860 wurde das Herzogtum Braunschweig zum größten deutschen Rübenzuckerproduzenten außerhalb Preußens. Der Höhepunkt war 1891 mit 406 Unternehmen. Von diesem Zeitpunkt an setzte ein unmerklicher, dann immer stärkerer Konzentrationsprozess ein. Die Gründe waren in der Ausweitung des Bahnnetzes, in der kontinuierlichen Modernisierung der Fabriken und der steigenden Verarbeitungskapazität zu sehen. Während die Rübenanbaufläche zunahm, sank die Anzahl der Zuckerfabriken durch Fusionen und Stilllegungen. Die Inflations- und Kriegsjahre waren sowohl für die Rübenanbauer als auch für die Zuckerindustrie Jahre des Mangels und Überdauerns. Ab 1950 kam es vor allem durch die Teilung Deutschlands zur Neuordnung der Zuckerindustrie. Der Verdichtungsprozess und die Konzentration auf wenige Zuckergesellschaften bis hin zur Nordzucker AG in Norddeutschland halten an.

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