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15. Januar 2019

Drittes Quartal: Umsatz und Ergebnis deutlich rückläufig

Kampagne 2018/19 endet mit unterdurchschnittlichen Erträgen

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2018/19 hat der Nordzucker Konzern wie erwartet ein deutlich rückläufiges Ergebnis erwirtschaftet. Die Kampagne 2018/19 endet nach einem extrem trockenen Sommer mit unterdurchschnittlichen Rüben- und Zuckererträgen.

Nordzucker hat nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs einen Umsatz von 1.056 Millionen Euro erwirtschaftet und liegt damit um 18 Prozent unter der Vorjahresperiode (Vorjahr: 1.284 Millionen Euro). Der Periodengewinn sank ebenfalls sehr deutlich von 143,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 17,1 Millionen Euro.

Niedrige Zuckerpreise sowie leicht rückläufige Absatzmengen sind die wesentlichen Gründe für die Ergebnisentwicklung. Der Preisverfall für Zucker auf dem Weltmarkt mit dem niedrigsten Niveau seit etwa zehn Jahren geht auf erhebliche Überproduktion vor allem in Indien und Thailand zurück.

Die Marktsituation innerhalb der EU ist seit dem Ende der Quotenregelung für Zucker ebenfalls durch Überproduktion gekennzeichnet. In der Folge sind auch hier die Preise für Zucker dramatisch eingebrochen und liegen aktuell um rund 35 Prozent niedriger als noch im Jahr zuvor. Aufgrund der Trockenheit im Anbaujahr 2018/19 war die Produktion in der EU leicht rückläufig.

Der Vorstandsvorsitzende der Nordzucker AG, Dr. Lars Gorissen, bekräftigt: „Wir werden Nordzucker in dem neuen volatileren Umfeld stabil, profitabel und wettbewerbsfähig positionieren. Dafür werden wir unsere Kosten weiter reduzieren und Strukturen anpassen. Wir fokussieren uns auf Zucker und sehen langfristig eine profitable Zukunft in diesem Geschäft.“

Ausblick
Trotz erheblicher Anstrengungen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ist ein operativer Verlust für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 nicht zu vermeiden. Wegen der aktuellen Preiserwartung geht Nordzucker für das Folgejahr 2019/20 von einem noch deutlicheren operativen Verlust aus.

Kampagne 2018/19: Trockenheit führt zu niedrigeren Zuckererträgen
Nordzucker hat in dieser Kampagne in den 13 Werken insgesamt rund 14 Millionen Tonnen Rüben (Vorjahr: 17 Millionen Tonnen) verarbeitet. Als letztes Werk beendet Nykøbing in Kürze die Verarbeitung. Die Kampagne dauerte durchschnittlich 102 Tage. In diesem Jahr wurden in drei Werken (Schladen, Nykøbing und Kedainiai) Öko-Rüben zu Biozucker verarbeitet.

Insgesamt liegt der Zuckerertrag wegen der nahezu flächendeckenden anhaltenden Trockenheit vor allem während der Sommermonate im Schnitt um zehn bis 15 Prozent unter dem Vorjahr. Die konstant hohen Zuckergehalte der Rüben konnten dabei den Mengenrückgang nicht ausgleichen. Allerdings zeigten sich große regionale Unterschiede von sehr schwachen Erträgen bis hin zu Spitzenergebnissen, die vor allem dort erzielt werden konnten, wo die Wasserversorgung gewährleistet war. Damit zeigte die Zuckerrübe in zwei aufeinander folgenden Jahren, dass sie auch mit extremer Witterung zurechtkommt.

„Unsere Werke sind sehr stabil und technisch reibungslos gelaufen“, unterstreicht Axel Aumüller, Vorstand Produktion. „Wir haben in unseren Werken sehr süße, aber eher kleine Rüben verarbeitet. Es war eine große Herausforderung, den hohen Zuckergehalt herauszubekommen. Das ist aber sehr gut gelungen“, so Aumüller weiter.

 

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Drittes Quartal: Umsatz und Ergebnis deutlich rückläufig

 

Hintergrund

Geschäftsjahr
Nordzucker Das Geschäftsjahr der Nordzucker beginnt am 1. März und reicht bis Ende Februar. Der vorgelegte Zwischenbericht für die ersten neun Monate erfasst alle Geschäftstätigkeiten vom 1. März 2018 bis zum 30. November 2018. Den ausführlichen Zwischenbericht der ersten neun Monaten finden Sie im Download-Center unter www.nordzucker.de.

Kampagne
Als Zuckerrübenkampagne oder kurz: Kampagne wird der Zeitraum des Jahres bezeichnet, in dem die Zuckerrüben in den Zuckerfabriken zu Zucker verarbeitet werden. Die Kampagne dauert in der Regel von Mitte September bis Januar.

Nordzucker Konzern
Der Nordzucker Konzern mit Hauptsitz in Braunschweig, Deutschland, ist einer der führenden Zuckerhersteller in Europa und produziert darüber hinaus Bioethanol sowie Futtermittel aus Zuckerrüben. Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette hat für das Unternehmen eine hohe Priorität. Insgesamt stehen 3.200 Mitarbeiter und 18 Produktions- und Raffinationsstätten konzernweit für exzellente Produkte und Services und bilden so die Basis für den weiteren Wachstumskurs.

Bei Rückfragen können Sie sich gern telefonisch oder per Mail bei Frau Tanja Schneider-Diehl melden.

Fon: +49 531 2411-314
Mail: Tanja.schneider-Diehl{@}nordzucker[.]com

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Christian Kionka

Christian Kionka

Head of Communications & Public Affairs
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