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5. Juli 2018

Gerüstet für schwierige Zeiten

Hauptversammlung der Nordzucker AG bekräftigt Ausrichtung des Unternehmens

  • Dividendenausschüttung von 1,20 Euro je Aktie
  • Aufsichtsrat und Vorstand entlastet
  • Zuckermarkt unter Druck

Gravierende Marktveränderungen und veränderte politische Rahmenbedingungen für Landwirtschaft und Unternehmen waren die Leitthemen der Veranstaltung.

Die Nordzucker hatte im Geschäftsjahr 2017/18 ihr operatives Ergebnis (EBIT) auf 154 Millionen Euro (Vorjahr: 131 Mio. Euro) zwar gesteigert und auch der Konzernjahresüberschuss hatte sich mit 118 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (99 Mio. Euro) weiter verbessert. Dennoch belasteten die rapide fallende Zuckerpreise das vierte Quartal 2017/18 bereits erheblich. Für das laufende Geschäftsjahr setzt das Unternehmen alles daran, einen Verlust zu vermeiden.

Jochen Johannes Juister hatte als der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Nordzucker AG die Leitung der Veranstaltung übernommen.

Der Sprecher des Vorstands, Dr. Lars Gorissen, erläuterte in seiner Rede die noch guten auf der Quotenzeit beruhenden Ergebnisse des letzten Geschäftsjahres, betonte aber: „Das ist jetzt Vergangenheit. Mit dem Ende der Zuckermarktordnung sind die Preise in der EU dramatisch gesunken. Das kommt nicht unerwartet und wir sind gut vorbereitet. Dennoch liegen schwere Zeiten vor uns.“ Und weiter: „Wir werden diese Tiefpreisphase durchstehen, denn wir sind finanziell solide aufgestellt. Ziel ist es, die Kernmärkte in der EU zu sichern und auszubauen und neue Märkte in Europa und international zu entwickeln.“

 

Rübenanbau hat Zukunft
Die Zuckerrüben sind im Vergleich zu anderen Kulturen auch nach der Quotenregelung nach wie vor die vorzüglichste Frucht auf den Betrieben. Die neuen Vertragssysteme im Rübenanbau waren im ersten Anbaujahr ohne Quote stark nachgefragt: Die Mengen wurden für die Anbaujahre 2017/18 und 2018/19 jeweils überzeichnet. Auch im Bereich Öko-Rübenanbau sind zusätzliche Flächen unter Vertrag.

Das Verbot der Neonicotinoide und das geplante Verbot weiterer Herbizide stellt für den Rübenanbau allerdings eine starke Herausforderung dar. Nordzucker fordert eine Ausnahmeregelung für Neonicotinoide bei Zuckerrüben und für die genannten Herbizide Übergangszeiten, um Alternativen zu finden.

 

Nachhaltigkeit und Effizienz als Wettbewerbsfaktor
Nordzucker ist führend im Bereich Nachhaltigkeit und Effizienz und setzt hier Maßstäbe entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dazu zählt etwa die konsequente Optimierung der Qualität, der Logistik und Produktionsprozesse sowie die Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen.

Zusätzlich engagiert sich das Unternehmen für gesunde und ausgewogene Ernährung. Nordzucker und die Verbände der deutschen und europäischen Zuckerwirtschaft setzen sich auf allen Ebenen für sachliche Information, Aufklärung und für Ernährungsbildung ein.

 

Abstimmungsergebnisse
Die Hauptversammlung bekräftigte den Kurs des Unternehmens und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat nahezu einstimmig.

Die Aktionäre stimmten dem Dividendenvorschlag von 1,20 Euro je Stückaktie mit sehr großer Mehrheit zu. Insgesamt werden rund 58 Millionen Euro ausgeschüttet.

Mit Ablauf der Hauptversammlung scheiden die Aufsichtsratsmitglieder Jochen Bosse und Dr. Harald Isermeyer aus dem Gremium aus. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Alexander Heidebroek (Gevensleben) sowie Bernd Schliephake (Rohrsheim) mit überzeugenden Mehrheiten.

Alle detaillierten Abstimmungsergebnisse auch im Internet:

https://www.nordzucker.com/aktionaere/aktionaere/nordzucker-ag/hauptversammlung.html

 

Konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats
Im Anschluss an die Hauptversammlung traf sich der neu gewählte Aufsichtsrat der Nordzucker AG zu seiner konstituierenden Sitzung. Jochen Johannes Juister für die Aktionärsvertreter sowie Sigrun Krussmann für die Arbeitnehmervertreter wurden als Stellvertreter bestätigt. Die Wahl des Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde aufgrund des plötzlichen und unerwarteten Todes von Hans-Christian Koehler (s. gesonderte Pressemitteilung) bis auf weiteres ausgesetzt. Jochen Johannes Juister übernimmt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender vorerst diese Aufgaben.

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Gerüstet für schwierige Zeiten

 

Hintergrund
Der Nordzucker Konzern mit Hauptsitz in Braunschweig, Deutschland, ist einer der führenden Zuckerhersteller in Europa und produziert darüber hinaus Bioethanol sowie Futtermittel aus Zuckerrüben. Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette hat für das Unternehmen eine hohe Priorität. Insgesamt stehen 3.200 Mitarbeiter und 18 Produktions- und Raffinationsstätten konzernweit für exzellente Produkte und Services und bilden so die Basis für den weiteren Wachstumskurs.

Bei Rückfragen können Sie sich gern telefonisch oder per Mail bei Frau Tanja Schneider-Diehl melden.
Fon: +49 531 2411-314
Mail: Tanja.schneider-Diehl{@}nordzucker[.]com

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